Du musst deine Wohnung verlassen und kannst nur drei Sachen mitnehmen. Was packst du ein?
Notizen, Laptop und wenn ich schon eine eigene Wohnung habe, dann würde ich die eigentlich auch gerne mitnehmen...
Wann schreibst du? Wann bist du kreativ?
Dann wann es gerade nicht passt. Das heisst in der Schule, beim Lernen, in der Schule, dann wann ich eigentlich schon längst schlafen sollte, weil ich ja sonst am nächsten Tag die Gelegenheit verschlafen würde in der Schule an meinen Geschichten weiter zu stricken! Ich glaube es ist inzwischen ein Muster zu erkennen. Das was aus dem Muster ausbricht, ist natürlich das Atelier. Da kommt die Kreativität ganz von selbst.
Welche Textsorten fühlen sich für dich einfach zu schreiben an?
Alles, solange ich es so schreiben kann wie ich es will. Aber um es klar zu machen, am liebsten schreibe ich verrückte Dinge, die sich wunderbar um das eigentliche Thema herum winden und in irgendwelchen, chaotischen Geschichten enden.
Was ist die merkwürdigste Internet-Suche, die du für einen Text gemacht hast?
Meine verrückteste Rechercheaktion: Reise buchen zur Insel mit den wenigsten Einwohnen (Pitcairn Insel um die 30 Einwohner). Reise gefällig? Es benötigt nur einen 40 stündigen Flug nach Indonesien. Dann einen 5 stündigen Flug zur Insel mitten im Pazifik – zur Insel mitten im Pazifik, von der aus der Flug zum Schiff zur eigentlichen Insel beginnt. Viel Spass.
Glaubst du, dass eine Geschichte auch dann weiterlebt, wenn niemand sie liest?
Natürlich.
Woher bekommst du die Ideen für deine Geschichten?
Ich schau mir die Welt an und stelle mit vor, wie es wäre, wenn es nicht so wäre, wie es ist. – Dann verbringe ich Stunden damit meine Vorstellung mit Hilfe von Physik und Magie möglichst korrekt darzustellen. Oder ich vergesse es einfach wieder.
Hattest du schon mal Streit mit einer deiner Figuren?
Oft. Ist quasi Tagesroutine.
Wie gehst du mit Selbstzweifel um?
Ich schau, was als nächstes passiert.
Welches Wort tippst du immer falsch – und was denkst die Autokorrektur über dich?
während – aber ich und meine Autokorrektur, wir ignorieren uns gegenseitig. Das heisst ich die Autokorrektur, die Autokorrektur hat inzwischen einen guten Therapeuten.
Welche Kindheitsfantasie hat dich nie losgelassen?
Alle. Die sind alle da und lassen sich manchmal irgendwo in einer Geschichte entdecken. Sie sind ein Teil von mir und ein Teil davon, wie oder was ich schreibe.